Geheimtipps in der Nachbarschaft: Europas unterschätzteste Reiseziele – nur einen Katzensprung von Deutschland entfernt

Von: Constanze Preuß

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Den dritten Platz belegte die griechische Stadt Nafplio, die oft als schönste Stadt des Peloponnes bezeichnet wird. Einst die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands, besticht sie durch venezianische Architektur, Inselfestungen und endlose Meerblicke, die eine unvergessliche Atmosphäre schaffen. Nafplio ist ideal für alle, die einen Strandurlaub mit einem Kulturprogramm verbinden möchten: Morgens können Sie im türkisfarbenen Wasser des Argolischen Golfs schwimmen, tagsüber die Altstadt mit ihren engen Gassen und neoklassizistischen Herrenhäusern erkunden und abends in einer Taverne den Sonnenuntergang über der Festung Palamidi genießen. Und das alles fernab der Touristenmassen, die Athen und Santorin bevölkern. Nafplio ist nach wie vor der Ort, an dem Sie das wahre Griechenland erleben – gastfreundlich, entspannt und von unendlicher Schönheit.

Ebenso reizvoll ist der deutsche Vertreter auf dieser Liste – das Dorf Bremm an der Mosel. Es zählt zu den malerischsten Orten im Flusstal, wo steile Weinberge direkt ans Wasser reichen und die Mosel hier eine ihrer berühmtesten Schleifen beschreibt. Bremm ist ein Paradies für Weinliebhaber und Fotografen: Die Hügel bieten atemberaubende Ausblicke, und die lokalen Winzer verwöhnen Sie gerne mit einem Riesling, der zu den besten Deutschlands zählt. Im Gegensatz zum berühmten Nachbarort Cochem ist Bremm ein ruhiger und beschaulicher Ort, an dem man dem Großstadttrubel entfliehen und einfach den Moment genießen kann. Bei einem Spaziergang entlang der Uferwege entdeckt man kleine mittelalterliche Kapellen und verlassene Weingüter mit ihren ganz eigenen Geheimnissen.

Weitere europäische Reiseziele, die einen Besuch wert sind, sind die rumänische Stadt Sibiu mit ihren farbenfrohen Dächern und dem deutschen Architekturerbe sowie das französische Dorf Beynac-et-Cazenac, hoch über der Dordogne gelegen und stolz auf seine berühmte Burg. In Spanien ist Valdoviño in Galicien einen Besuch wert – ein Fischerdorf mit unberührten Stränden und einigen der besten Meeresfrüchte der Küste. Wer bereit ist, etwas weiter zu reisen, findet auf den Azoren Landschaften, die mit der Karibik vergleichbar sind, jedoch ohne die Menschenmassen und mit europäischem Komfort. Diese Inseln sind ein wahres Paradies für Naturliebhaber: Kraterseen, Walbeobachtungsrouten, Thermalquellen und endlose grüne Wiesen, auf denen Kühe grasen und die Luft nach Meer und Blumen duftet. Jeder dieser Orte bietet die Möglichkeit, Europa nicht so zu sehen, wie es in Broschüren dargestellt wird, sondern als einen realen, lebendigen und einladenden Ort, wo der größte Schatz nicht die Sehenswürdigkeiten sind, sondern die Atmosphäre und die Menschen.

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