Geheimtipps in der Nachbarschaft: Europas unterschätzteste Reiseziele – nur einen Katzensprung von Deutschland entfernt

Von: Constanze Preuß

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Europäische Grenzen sind fast verschwunden, und von Deutschland aus erreichen Sie in nur wenigen Stunden Dutzende faszinierende Orte, die von den großen Reiseportalen noch nicht entdeckt wurden. Während Paris, Barcelona und Rom von Touristenmassen belagert werden, erkunden wahre Abenteurer ganz andere Routen – ruhig, authentisch und voller unerwarteter Entdeckungen. Die Europäische Union bietet mit ihren hervorragenden Straßen und bequemen Bahnverbindungen die Möglichkeit, an einem einzigen Wochenende in einer mittelalterlichen portugiesischen Stadt, einem italienischen Dorf an der Steilküste oder einem griechischen Küstenort, in dem die Zeit vor Jahrhunderten stehen geblieben zu sein scheint, einzutauchen. Und das Beste daran: Diese Orte sind vom Massentourismus noch nicht überlaufen, was bedeutet, dass die Preise hier angenehm überraschend sind und die Atmosphäre lebendig und authentisch geblieben ist.

Eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre war die portugiesische Stadt Tomar, die kürzlich zu Europas bestem Geheimtipp gekürt wurde. Die 1160 gegründete Stadt Tomar in der Provinz Ribatejo bewahrt die Erinnerung an die Tempelritter, die mit dem Kloster Convento de Cristo ihr architektonisches Meisterwerk hinterließen. Doch Tomar besticht nicht nur durch seine Geschichte: Die Stadt wurde für ihre Küche, die erschwinglichen Unterkünfte und die Abwesenheit von Touristenmassen hoch gelobt. Man kann einen ganzen Tag damit verbringen, durch die kopfsteingepflasterten Gassen zu schlendern, in kleinen Tavernen mit frischem Fisch und lokalem Wein einzukehren und sich dabei nicht wie ein Tourist, sondern wie ein willkommener Gast zu fühlen. Am Abend, wenn die Sonne hinter den Hügeln versinkt, erstrahlt die Stadt in warmem Licht, und man fühlt sich wie im authentischen, nicht-touristischen Portugal, wie man es aus Romanen kennt.

Platz zwei im Ranking der europäischen Geheimtipps belegt Brisighella in Italien, eingebettet in die Hügel der Emilia-Romagna. Dieses kleine Städtchen ist berühmt für seine drei Felsspitzen, die von mittelalterlichen Burgen und Türmen gekrönt werden. Brisighellas größter Schatz sind jedoch seine Thermalquellen, die bereits seit der Römerzeit bekannt sind. Die Menschen kommen nicht zum Einkaufen oder für das Nachtleben hierher, sondern um zur Ruhe zu kommen, neue Kraft zu tanken und die authentische italienische Küche zu genießen. Die Restaurants der Region sind berühmt für ihre Trüffelgerichte und hausgemachte Pasta, zubereitet nach überlieferten Rezepten. Abends kann man eine der Klippen besteigen und das Lichtermeer im Tal bewundern – ein unvergesslicher Anblick.

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