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Reisen

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Europa scheint gut erkundet, doch selbst hier, nur wenige Flugstunden von Deutschland entfernt, gibt es Orte abseits der Touristenpfade. Diese Ecken des Kontinents stehen den berühmten Badeorten in nichts nach und haben sich dabei ihre Authentizität, Ruhe und jene besondere Atmosphäre bewahrt, die eine Reise unvergesslich macht. Hier gibt es keine Warteschlangen an den Sehenswürdigkeiten, und die Einheimischen lächeln Touristen noch an, anstatt sie als notwendiges Übel zu betrachten. Diese Reiseziele sind für all jene, die Europa nicht nur sehen, sondern sein Wesen erleben, neue Geschmäcker, Gerüche und Rhythmen entdecken möchten, die ihnen noch lange nach ihrer Heimkehr in Erinnerung bleiben werden.

Beginnen wir mit Albanien, das sich in den letzten Jahren zu einem der am meisten unterschätzten Reiseziele Europas entwickelt hat. Die albanische Riviera erstreckt sich über 400 Kilometer Küste an der Adria und dem Ionischen Meer und bietet Strände, die mit denen Griechenlands oder Italiens mithalten können und dennoch nahezu menschenleer sind. Der Strand von Gjipe, versteckt zwischen steilen Klippen und nur über einen schmalen Pfad oder mit dem Boot erreichbar, verdient besondere Beachtung. Hier können Sie einen ganzen Tag in absoluter Stille verbringen, dem Rauschen der Wellen lauschen und den Sonnenuntergang über dem endlosen Meer genießen. Doch Albanien hat weit mehr zu bieten als nur Strände. Im Landesinneren erwarten Sie antike Städte wie Berat und Gjirokastra, beide UNESCO-Weltkulturerbe, mit ihrer osmanischen Architektur, ihren Festungen auf Hügeln und gemütlichen Restaurants, die die besten Lammgerichte und frisches Gemüse der Region servieren.

Ein weiterer verborgener Winkel Europas ist Slowenien, das viele Reisende durchqueren, ohne seine Schätze zu erkennen. Die Hauptstadt Ljubljana ist eine charmante Stadt mit einer auf einem Hügel thronenden Burg und einem Fluss, der sich durch ihr Zentrum schlängelt. Doch die wahren Wunder beginnen außerhalb der Stadt. Der Bleder See mit seiner Insel und der auf einer Klippe thronenden Kirche wirkt wie aus einem Märchen entsprungen, und die Vintgar-Schlucht zählt mit ihren Wasserfällen und dem smaragdgrünen Wasser zu den schönsten Orten der Alpen. Das Erstaunlichste an Slowenien ist seine überschaubare Größe: Alles ist innerhalb von zwei bis drei Autostunden erreichbar, sodass man in einer Woche Alpengipfel, die Adriaküste und Karsthöhlen mit unterirdischen Flüssen besichtigen kann. Und trotzdem trifft man kaum auf Touristenmassen, besonders wenn man im Mai oder September reist.

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Wenn Sie die bekannten europäischen Routen ausgiebig erkundet haben und Ihre Seele sich nach einem echten Abenteuer sehnt, ist es Zeit, die Welt aus einer breiteren Perspektive zu betrachten. Exotische Reiseziele locken weniger mit Palmen und weißem Sand, sondern vielmehr mit der Möglichkeit, in Kulturen einzutauchen, die nach völlig anderen Gesetzen leben, die Natur in ihrer unberührten Pracht zu erleben und sich wie Pioniere zu fühlen. Es gibt Orte auf der Welt, die Touristen nicht wegen des Komforts, sondern wegen der Erfahrung bereisen, und diese Reiseziele werden zu den unvergesslichsten Kapiteln in der Biografie eines Reisenden. Von den afrikanischen Savannen bis zu den Pazifikinseln sind exotische Reiseziele zugänglicher denn je und erwarten all jene, die bereit sind, ihre Komfortzone zu verlassen und die Welt in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben.

Eines der unerwartetsten und am schnellsten wachsenden Reiseziele ist Kamerun, das Lonely Planet zum interessantesten Reiseland gekürt hat. Dieses zentralafrikanische Land fasziniert mit seinen Kontrasten: einsame Atlantikstrände, dichte tropische Wälder, majestätische Berge und Savannen, in denen noch Elefanten und Büffel leben. Kameruns größter Schatz sind seine Menschen: über 200 ethnische Gruppen mit ihren eigenen Sprachen, Traditionen und Ritualen. Die Hauptstadt Yaoundé bietet einen Einblick in afrikanische Kunst und Musik, während man entlang der Küste alte deutsche Kolonialbauten neben farbenfrohen Märkten mit exotischen Früchten und Gewürzen findet. Kamerun ist nichts für Touristen, die Fünf-Sterne-Service erwarten, sondern für all jene, die das wahre Afrika kennenlernen möchten.

Ein weiteres Reiseziel, das Abenteurerherzen höherschlagen lässt, ist Papua-Neuguinea. Diese Pazifikinsel gilt als einer der abgelegensten und einzigartigsten Orte der Erde. Hier leben noch immer Stämme, unberührt von der Zivilisation, und die Bergtäler bergen Tausende unerforschter Pflanzen- und Tierarten. Doch wer diese Reise wagt, wird reich belohnt: kristallklares Wasser, Korallenriffe, die zu den besten Tauchgebieten der Welt zählen, und die Möglichkeit, uralte Rituale zu erleben, die seit Jahrtausenden unverändert geblieben sind. Papua-Neuguinea ist weniger Urlaub als vielmehr eine Expedition, die gute körperliche Fitness und die Bereitschaft für Unerwartetes erfordert. Doch genau diese Reisen hinterlassen bleibende Erinnerungen.

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Europäische Grenzen sind fast verschwunden, und von Deutschland aus erreichen Sie in nur wenigen Stunden Dutzende faszinierende Orte, die von den großen Reiseportalen noch nicht entdeckt wurden. Während Paris, Barcelona und Rom von Touristenmassen belagert werden, erkunden wahre Abenteurer ganz andere Routen – ruhig, authentisch und voller unerwarteter Entdeckungen. Die Europäische Union bietet mit ihren hervorragenden Straßen und bequemen Bahnverbindungen die Möglichkeit, an einem einzigen Wochenende in einer mittelalterlichen portugiesischen Stadt, einem italienischen Dorf an der Steilküste oder einem griechischen Küstenort, in dem die Zeit vor Jahrhunderten stehen geblieben zu sein scheint, einzutauchen. Und das Beste daran: Diese Orte sind vom Massentourismus noch nicht überlaufen, was bedeutet, dass die Preise hier angenehm überraschend sind und die Atmosphäre lebendig und authentisch geblieben ist.

Eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre war die portugiesische Stadt Tomar, die kürzlich zu Europas bestem Geheimtipp gekürt wurde. Die 1160 gegründete Stadt Tomar in der Provinz Ribatejo bewahrt die Erinnerung an die Tempelritter, die mit dem Kloster Convento de Cristo ihr architektonisches Meisterwerk hinterließen. Doch Tomar besticht nicht nur durch seine Geschichte: Die Stadt wurde für ihre Küche, die erschwinglichen Unterkünfte und die Abwesenheit von Touristenmassen hoch gelobt. Man kann einen ganzen Tag damit verbringen, durch die kopfsteingepflasterten Gassen zu schlendern, in kleinen Tavernen mit frischem Fisch und lokalem Wein einzukehren und sich dabei nicht wie ein Tourist, sondern wie ein willkommener Gast zu fühlen. Am Abend, wenn die Sonne hinter den Hügeln versinkt, erstrahlt die Stadt in warmem Licht, und man fühlt sich wie im authentischen, nicht-touristischen Portugal, wie man es aus Romanen kennt.

Platz zwei im Ranking der europäischen Geheimtipps belegt Brisighella in Italien, eingebettet in die Hügel der Emilia-Romagna. Dieses kleine Städtchen ist berühmt für seine drei Felsspitzen, die von mittelalterlichen Burgen und Türmen gekrönt werden. Brisighellas größter Schatz sind jedoch seine Thermalquellen, die bereits seit der Römerzeit bekannt sind. Die Menschen kommen nicht zum Einkaufen oder für das Nachtleben hierher, sondern um zur Ruhe zu kommen, neue Kraft zu tanken und die authentische italienische Küche zu genießen. Die Restaurants der Region sind berühmt für ihre Trüffelgerichte und hausgemachte Pasta, zubereitet nach überlieferten Rezepten. Abends kann man eine der Klippen besteigen und das Lichtermeer im Tal bewundern – ein unvergesslicher Anblick.

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Stellen Sie sich eine Reise vor, auf der Sie statt der üblichen Kathedralen und Rathäuser lebende Drachen, Weihnachtszauber mitten im Sommer und unglaubliche Sammlungen entdecken, von denen Sie noch nie gehört haben. Deutschland ist ein Land der Museen, aber nicht alle befinden sich im Zentrum von Berlin oder München. Wahre Schätze verbergen sich oft in kleinen Städten, die Touristen nur zufällig entdecken. Die über 2.500 Kilometer lange Strecke von München nach Berlin ist mehr als nur eine Reise; sie ist ein echtes Abenteuer für alle, die genug von Standard-Sightseeing haben und Deutschland aus einer völlig neuen Perspektive erleben möchten. Mieten Sie ein Auto, laden Sie sich Karten herunter und seien Sie darauf vorbereitet, dass jede Stadt ihre eigene, einzigartige, manchmal fast märchenhafte Welt eröffnet.

Der Ausgangspunkt dieser ungewöhnlichen Route ist München – nicht um an berühmten Sehenswürdigkeiten anzustehen, sondern um ein Auto zu mieten und loszufahren. Unser erster Halt ist Rothenburg ob der Tauber, eine Stadt, in der, wie man sagt, Weihnachten niemals endet. Hier befindet sich der Flagship-Store von Käthe Wohlfahrt, einem Unternehmen, das Weihnachtsspielzeug und -dekorationen für ganz Europa herstellt. In einer nahegelegenen Straße liegt das Weihnachtsmuseum, gegründet von Harald Wohlfahrt, dem Erben des Spielzeugimperiums. Fast zwanzig Jahre lang arbeitete er an der Verwirklichung seines Traums, und erst im Jahr 2000 wurde die Dauerausstellung eröffnet. Sie präsentiert Weihnachtsdekorationen aus verschiedenen Epochen, und selbst an den heißesten Julitagen umgibt Sie hier eine zauberhafte Winteratmosphäre mit funkelnden Girlanden und dem Duft von Lebkuchen. Das Museum ist von April bis Dezember geöffnet. Planen Sie Ihren Besuch also rechtzeitig, um dieses magische Erlebnis nicht zu verpassen.

Unser nächster Halt ist Fürth im Wald, direkt an der Grenze zu Tschechien. Dort haben Sie die Gelegenheit, einem echten Drachen zu begegnen. Das örtliche Drachenmuseum präsentiert stolz sein Prunkstück: einen 15,5 Meter langen Drachen namens Tradinno, geschaffen von Hollywood-Spezialisten. Dank komplexer Mechanismen kann sich dieses Monster bewegen, seinen Kopf drehen und sogar Feuer speien – eine Begeisterung für Groß und Klein. Vor dem Besuch empfiehlt es sich, mindestens eine Staffel von Game of Thrones noch einmal anzusehen, um die Dimensionen und den Realismus dieser Kreation vollends zu erfassen. Das Museum ist wochentags bis 16:00 Uhr und samstags bis 13:00 Uhr geöffnet. Planen Sie daher am besten einen ganzen Tag ein – eine Ausstellung rund um den Drachen erzählt die Geschichte lokaler Legenden und Traditionen. Fürth im Wald ist das perfekte Ausflugsziel für die ganze Familie, wo für Unterhaltung für alle gesorgt ist.

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Wenn wir an Reisen in Deutschland denken, kommen uns unweigerlich Bilder des Brandenburger Tors, Schloss Neuschwanstein und der geschäftigen Straßen Münchens während des Bierfestes in den Sinn. Doch das Land, das die Deutschen am besten kennen, ist ganz anders – es ist ein Land stiller, fast vergessener Winkel, wo die Zeit in ihrem eigenen Tempo vergeht und Touristenbusse den jahrhundertealten Schlaf nicht stören. Das wahre Deutschland verbirgt sich in Tälern, auf Inseln und in kleinen Städten, deren Fachwerkhäuser noch an die Zeit mittelalterlicher Könige erinnern. Nehmen Sie sich ein paar Tage frei, steigen Sie in den Zug oder ins Auto und begeben Sie sich auf eine Reise zu Orten, die Sie in keinem Hochglanzprospekt finden. Glauben Sie mir, hier erleben Sie den Geist des alten Europas, der in den überfüllten Hauptstädten fast verschwunden ist.

Beginnen wir mit Quedlinburg, einer kleinen Stadt in Sachsen-Anhalt, die oft als mittelalterliches Juwel bezeichnet wird, das von Reiseführern vergessen wurde. Hier repräsentieren über 1.300 Fachwerkhäuser neun Jahrhunderte Architekturgeschichte, und die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Schmale Kopfsteinpflastergassen führen den Hügel hinauf, wo die romanische Kirche St. Servatius und ein Museumskomplex mit königlichen Reliquien emporragen. Quedlinburg ist fernab von Hektik und Trubel – hier findet man nur gemütliche Spaziergänge, kleine Innenhöfe, in denen Einheimische unter Linden ihren Kaffee genießen, und eine wahrhaft märchenhafte Atmosphäre, die einen immer wieder zurückkehren lässt. Und wenn man den Hügel bei Sonnenuntergang besteigt, erstrahlt die Stadt unten in warmem Gold, und man fühlt sich wie in eine andere Zeit versetzt.

Ebenso bezaubernd ist Bamberg, von den Deutschen aufgrund des Netzes von Kanälen, das die Altstadt durchzieht, liebevoll „das bayerische Venedig“ genannt. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg nahezu nicht beschädigt, sodass die mittelalterlichen Gebäude in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben sind. Bambergs ganzer Stolz ist sein Rauchbier, das hier nach einer einzigartigen Methode gebraut wird und dessen rauchiger, leicht säuerlicher Geschmack legendär ist. Besuchen Sie unbedingt den Kaiserdom, das Alte Rathaus, das direkt auf einer Brücke mitten im Fluss thront, und das Fischerviertel „Klein-Venedig“ mit seinen bunten Häusern, die sich im Wasser spiegeln. In Bamberg möchte man einfach ziellos umherstreifen, ohne Karte, in ruhige Gassen einbiegen und immer wieder etwas Neues entdecken – einen Weinberg am Hang, eine winzige, holzgetäfelte Brauerei, in der die Zeit im 19. Jahrhundert stehen geblieben zu sein scheint.

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