Pfoten-, Ohren- und Zahnpflege: Was Hundebesitzer oft übersehen

Von: Constanze Preuß

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Neben dem Zähneputzen gibt es weitere Möglichkeiten zur Mundhygiene. Kauknochen und -spielzeuge helfen, Zahnbelag beim Kauen mechanisch zu entfernen. Verlassen Sie sich jedoch nicht allein darauf – sie ergänzen das Zähneputzen, ersetzen es aber nicht. Atemfrischende Sprays und Gels können ebenfalls hilfreich sein, lösen aber nicht das Zahnsteinproblem. Untersuchen Sie regelmäßig das Maul Ihres Hundes: Achten Sie auf die Farbe des Zahnfleisches (es sollte rosa, nicht rot oder blass sein) und auf Zahnbelag und Zahnstein am Zahnfleischrand. Wenn Sie gelblichen oder braunen Zahnbelag bemerken, der sich nicht mit der Zahnbürste entfernen lässt, oder einen unangenehmen Geruch, der nach dem Zähneputzen nicht verschwindet, vereinbaren Sie einen Termin für eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt. In Deutschland wird diese Behandlung unter Vollnarkose durchgeführt und umfasst die Ultraschallreinigung und Politur der Zähne.

Auch die Augenpflege ist wichtig. Manche Rassen (z. B. Mops, Pekinese, Shih Tzu) neigen zu vermehrtem Augentränen, wodurch sich Sekret in den Augenwinkeln ansammeln, Reizungen verursachen und das Fell verfärben kann. Reinigen Sie die Augenpartie regelmäßig mit einem weichen, feuchten Tuch oder einer speziellen Lotion. Bei eitrigem oder starkem Ausfluss sollten Sie Ihren Tierarzt aufsuchen. Achten Sie außerdem darauf, dass die Haare um die Augen nicht ins Auge gelangen und die Hornhaut reizen – kürzen Sie sie gegebenenfalls.

Vergessen Sie zum Schluss nicht Ihre Krallen. Zu lange Nägel behindern die korrekte Positionierung der Pfote des Hundes, verformen die Gelenke und können in die Ballen hineinwachsen, was zu Schmerzen und Infektionen führt. In Deutschland, wo Hunde viel auf Asphalt laufen, verschleißen die Krallen oft auf natürliche Weise, allerdings nicht bei allen Rassen und nicht zu jeder Jahreszeit. Überprüfen Sie regelmäßig die Länge der Nägel: Wenn Sie beim Gehen ein Klicken auf dem Boden hören, ist es Zeit, sie zu kürzen. Verwenden Sie einen speziellen Nagelschneider (für kleine Rassen – Guillotine-Typ, für große Rassen – Gartenschere). Achten Sie darauf, den lebenden Teil (das Fruchtfleisch) nicht zu berühren, da dieser für das Licht sichtbar ist. Wenn Sie sich Ihrer Fähigkeiten nicht sicher sind, vertrauen Sie diesen Eingriff einem Tierarzt oder Hundefriseur an – in Deutschland ist er kostengünstig und schnell erledigt.

Die umfassende Pflege dieser scheinbar unbedeutenden Bereiche ist die Grundlage für die Langlebigkeit und Lebensqualität Ihres Hundes. Regelmäßige Untersuchungen, richtige Hygiene und rechtzeitiger Kontakt mit Spezialisten helfen, viele Probleme zu vermeiden. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, Ihr Haustier einmal pro Woche zu „kontrollieren“: Überprüfen Sie die Ohren, Zähne, Pfoten, Augen und Krallen. Es dauert zwar nur 10-15 Minuten, erspart Ihnen aber Tausende von Euro an Tierarztrechnungen und, was noch wichtiger ist, sorgt dafür, dass Ihr treuer Freund viele Jahre lang gesund und glücklich bleibt. In Deutschland gibt es ausgezeichnete Tierkliniken und Tierpflegesalons, aber der beste Schutz ist Ihre tägliche Aufmerksamkeit und Fürsorge.

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