Pfoten-, Ohren- und Zahnpflege: Was Hundebesitzer oft übersehen

Von: cms@editor

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Bei der Hundepflege konzentrieren sich die meisten Hundebesitzer in Deutschland auf Fell und Krallen und vernachlässigen dabei ebenso wichtige Bereiche: Pfoten, Ohren und Zähne. Dabei sind es gerade diese Körperteile, die regelmäßige und sorgfältige Pflege benötigen, um ernsthafte Erkrankungen und Beschwerden beim Hund vorzubeugen. Spaziergänge in der Stadt, wo im Winter Salz und Chemikalien gestreut werden, die sengende Sommerhitze und das feuchte Wetter, das Pilzbefall begünstigt – all diese Faktoren machen die Pfotenpflege unerlässlich. Probleme mit Zähnen und Ohren können nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch die allgemeine Gesundheit des Hundes beeinträchtigen. Finden wir heraus, wie Sie diese empfindlichen Bereiche richtig pflegen, damit Ihr Hund gesund und glücklich bleibt.

Beginnen wir mit den Pfoten. Die Ballen sind empfindlich und werden täglich stark beansprucht. In Deutschland, wo die Winter eisig kalt sein können und die Straßen gesalzen werden, neigen die Ballen zu Rissen und Entzündungen. Untersuchen Sie nach jedem Spaziergang die Pfoten Ihres Hundes und waschen Sie sie mit warmem Wasser, um Chemikalien und Schmutz zu entfernen. Zum Schutz der Pfoten Ihres Hundes verwenden Sie spezielle Pfotenwachse oder -balsame, die einen Schutzfilm bilden und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Tragen Sie diese vor Spaziergängen bei kaltem oder heißem Wetter auf. Sollten Sie Risse oder Wundstellen bemerken, behandeln Sie diese mit einem Antiseptikum und schränken Sie die Spaziergänge ein, bis sie verheilt sind. Schneiden Sie außerdem regelmäßig das Fell zwischen den Zehen – dort sammelt sich Schmutz und Feuchtigkeit an, was einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze schafft. Im Sommer sollten Sie möglichst früh morgens oder spät abends spazieren gehen, um Verbrennungen an den Pfotenballen Ihres Hundes auf heißem Asphalt zu vermeiden – prüfen Sie die Oberflächentemperatur vor dem Spaziergang mit Ihrem Handrücken.

Auch die Ohren sind anfällig für Infektionen, insbesondere bei Hunden mit Hängeohren (wie Basset Hounds, Spaniels und Dackeln). Durch mangelnde Belüftung sammelt sich Feuchtigkeit im Gehörgang an, was zu Mittelohrentzündungen führen kann. Kontrollieren Sie die Ohren Ihres Hundes regelmäßig (etwa einmal pro Woche): Sie sollten sauber, rosig und frei von Geruch und Ausfluss sein. Verwenden Sie zur Reinigung spezielle Ohrlotionen, die in jeder deutschen Apotheke oder Tierhandlung erhältlich sind. Tragen Sie eine kleine Menge Lotion auf ein Wattepad auf (verwenden Sie kein Wattestäbchen, da dies den Gehörgang reizen kann) und wischen Sie damit sanft den sichtbaren Teil des Ohrs ab. Gießen Sie niemals Flüssigkeit tief ins Ohr, es sei denn, Ihr Tierarzt hat es Ihnen ausdrücklich empfohlen. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund den Kopf schüttelt, sich an den Ohren kratzt oder einen unangenehmen Geruch wahrnimmt, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Allergien, die sich auch in Form von Ohrenentzündungen äußern können, sind in Deutschland weit verbreitet. Daher ist es wichtig, die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln.

Die Zahngesundheit wird oft vernachlässigt. Statistiken zufolge zeigen über 80 % der Hunde im Alter von drei Jahren Anzeichen von Zahnerkrankungen wie Zahnstein, Zahnfleischentzündung und Parodontitis. Diese Erkrankungen verursachen nicht nur Schmerzen und unangenehmen Geruch, sondern können durch das Eindringen von Bakterien in den Blutkreislauf auch zu schwerwiegenden Herz-, Nieren- und Leberproblemen führen. Die tierärztliche Zahnpflege ist in Deutschland gut ausgebaut, doch Vorbeugen ist immer besser als Heilen. Gewöhnen Sie Ihren Welpen schon früh ans Zähneputzen. Verwenden Sie eine spezielle Hundezahnpasta (Zahnpasta für Menschen enthält Fluorid und Schaumbildner, die für Tiere giftig sind) und eine weiche Zahnbürste oder Fingerzahnbürste. Putzen Sie die Zähne 2-3 Mal pro Woche, idealerweise täglich.

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