Nicht weniger exotisch, aber leichter zugänglich, ist der indonesische Archipel Raja Ampat. Die National Geographic Society zählt diese Region dank ihrer unglaublichen Unterwasser-Biodiversität zu den besten Tauchgebieten der Welt. Raja Ampat bietet jedoch mehr als nur Korallen und Fische. Hier, zwischen türkisfarbenen Lagunen und dschungelbewachsenen Inseln, liegen noch Dörfer, in denen die Menschen in Stelzenhäusern leben und sich ausschließlich mit dem Boot fortbewegen. Dieser Ort ist ideal für alle, die dem Alltag entfliehen möchten: Internetzugang ist so gut wie nicht vorhanden, und die Hauptaktivitäten bestehen darin, Sonnenuntergänge zu beobachten, mit Mantarochen zu schwimmen und die lokale Kultur kennenzulernen, die lehrt, im Einklang mit dem Ozean zu leben. Die Anreise ist nicht einfach, aber jeder, der diese Küsten betritt, versteht, warum Raja Ampat als das letzte Paradies auf Erden gilt.
Auch Senegal, das von National Geographic zu einem der Top-Reiseziele gekürt wurde, gewinnt in Afrika zunehmend an Beliebtheit. Dieses Land an der Westküste des Kontinents bietet eine einzigartige Kombination: die pulsierenden, farbenfrohen Märkte von Dakar, beschauliche Fischerdörfer an der Atlantikküste und Savannen, in denen noch Giraffenherden leben. Doch was Reisende am meisten nach Senegal zieht, ist die Musik und der Rhythmus des Landes. Senegal ist berühmt für seine Festivals, insbesondere das Jazzfestival in Saint-Louis, bei dem sich die ganze Stadt in eine einzige große Bühne verwandelt. Senegal ist ein Land mit freundlichen Menschen, köstlicher Erdnusssuppe und endlosen Stränden, an denen man barfuß spazieren gehen und sich frei fühlen kann. Und wer das westlichste Kap Afrikas, Cap Al-Madi, besteigt, kann erleben, wie der Atlantik auf den Kontinent trifft – eines der spektakulärsten Naturschauspiele überhaupt.
Für alle, die ein exotischeres Erlebnis suchen, ist Kasachstan einen Besuch wert. Das Land lockt Wanderfreunde und Liebhaber außergewöhnlicher Küche an. Hier, inmitten der endlosen Steppen und des hohen Tian-Shan-Gebirges, kann man Nomaden in Jurten beobachten, Kumys und Beschbarmak probieren und die alten Städte der Seidenstraße erkunden. Kasachstan ist eine unerwartete Mischung aus sowjetischer Vergangenheit, islamischer Kultur und nomadischen Traditionen und überrascht jeden, der die ausgetretenen Touristenpfade verlässt. Paraguay in Südamerika ist bekannt für seine exotischen Landschaften und lebhaften Feste, wo sich indigene Kultur mit spanischem Erbe verbindet. Diese Reiseziele beweisen, dass Exotik viele Gesichter hat – von fern bis relativ nah –, aber sie bietet immer das Wichtigste: das Gefühl, dass die Welt riesig und voller Wunder ist, die darauf warten, entdeckt zu werden.
