Wie man mit Unsicherheit und Angst umgeht: Strategien für Resilienz in einer sich wandelnden Welt

Von: Constanze Preuß

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Eine Erdungstechnik für Momente akuter Angst ist Ihr Anker, immer an Ihrer Seite. Wenn Ihr Herz vor Angst vor dem Unbekannten zu rasen beginnt, halten Sie inne und konzentrieren Sie sich auf Ihre körperlichen Empfindungen. Die „5-4-3-2-1“-Methode ist dabei äußerst wirksam: Benennen Sie fünf Gegenstände, die Sie sehen, vier Geräusche, die Sie hören, drei taktile Empfindungen (zum Beispiel den Stoff Ihrer Kleidung), zwei Gerüche und einen Geschmack. Diese Übung bringt Sie zurück ins Hier und Jetzt und durchbricht den Teufelskreis katastrophaler Zukunftsängste. In Deutschland, wo strukturierte Techniken beliebt sind, können Sie sich sogar eine Karte mit diesem Algorithmus erstellen und diese in Ihrem Portemonnaie mit sich führen. Indem Sie dies jedes Mal üben, wenn Sie Angst verspüren, automatisieren Sie diese Fähigkeit und sie wird zu Ihrem zuverlässigen Schutz gegen emotionale Stürme.

Ebenso wichtig ist es, Ihre Herangehensweise an die Planung zu überdenken. Statt starrer „A“- und „B“-Pläne, die beim kleinsten Anstoß scheitern, sollten Sie auf ein flexibles Angebot an Möglichkeiten setzen. Betrachten Sie Ihr Leben nicht als Gleis, sondern als Fluss mit vielen Nebenarmen. Erstellen Sie eine Liste mit mehreren möglichen Szenarien für das kommende Jahr, behandeln Sie diese aber als Hypothesen, nicht als Verpflichtungen. Das nimmt unnötigen Druck. In der deutschen Geschäftswelt werden die Methoden „Scrum“ und „Sprint“ derzeit aktiv eingesetzt: Anstatt langfristig zu planen, arbeitet man in kurzen Zyklen von zwei bis drei Wochen, wertet die Ergebnisse aus und passt den Kurs an. Dieser Ansatz lässt sich auch auf das Leben übertragen: Setzen Sie sich monatliche Ziele, nicht für fünf Jahre, und seien Sie bereit, diese bei Bedarf zu ändern. Flexibilität ist keine Schwäche, sondern der Gipfel der Anpassungsfähigkeit.

Die Bedeutung von körperlichen Übungen zur Reduzierung von Angstzuständen sollte ebenfalls erwähnt werden. Wenn wir nervös sind, spannen wir unser Zwerchfell an und atmen flach, was die Sauerstoffversorgung des Blutes verringert und Panik verstärkt. Atemübungen wie die Wim-Hof-Methode oder die einfache Bauchatmung sind in Deutschland beliebt. Nehmen Sie sich morgens und abends jeweils 5 Minuten Zeit für bewusstes Atmen: Atmen Sie langsam 4 Sekunden lang ein, halten Sie den Atem 4 Sekunden an und atmen Sie 6 Sekunden lang aus. Dadurch wird das parasympathische Nervensystem aktiviert, das für Ruhe und Verdauung zuständig ist, und der Stressmodus wird buchstäblich abgeschaltet. Ergänzen Sie dies mit sanften Dehnübungen oder Yoga – Bewegung hilft, Cortisol aus den Muskeln abzubauen. Viele Büros in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern mittlerweile Ruheräume an. Falls nicht, können Sie kurze Atempausen direkt an Ihrem Schreibtisch einlegen – niemand wird es bemerken, und die Wirkung wird erstaunlich sein.

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