Vom Samen bis zur Ernte: Deutsche Gartentricks für alle, die wenig Zeit haben

Von: Constanze Preuß

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Wichtig ist nicht nur das Gießen, sondern auch das richtige Pflanzen, damit die Pflanzen eine Symbiose eingehen und sich gegenseitig schützen. Mischkultur ist ein Klassiker des deutschen Bio-Anbaus. So pflanzt man beispielsweise Zwiebeln oder Knoblauch neben Karotten – ihr Duft hält sowohl Karotten- als auch Zwiebelfliegen fern. Ringelblumen und Kapuzinerkresse verschönern nicht nur den Garten, sondern setzen auch Phytonzide frei, die den Boden desinfizieren und Nematoden abwehren. Bei der Planung Ihrer Gartenbeete sollten Sie unbedingt die Fruchtfolge berücksichtigen: Pflanzen Sie Nachtschattengewächse (Tomaten, Kartoffeln) nicht zwei Jahre hintereinander am selben Standort, um die Ansammlung von Krankheitserregern im Boden zu vermeiden. Erstellen Sie einen einfachen Plan auf Papier, teilen Sie das Beet in vier Zonen ein und wechseln Sie die Pflanzen jährlich – so lässt sich der Einsatz von Chemikalien fast vollständig vermeiden.

Ein weiterer praktischer Tipp für vielbeschäftigte Gärtner sind Hochbeete. Sie erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit, da sie mehrere Vorteile bieten: einfache Pflege (kein Bücken nötig), gute Drainage und natürliche Erwärmung durch die Kompostschichten am Boden. In einem Hochbeet reift der Boden einige Wochen früher als in einem herkömmlichen Beet, was in den kurzen Sommern besonders wichtig ist. Befüllen Sie das Hochbeet folgendermaßen: Geben Sie grobes Material (Äste) auf den Boden, dann Grasschnitt und Laub, anschließend eine Schicht halbverrotteten Kompost und zum Schluss gute Gartenerde. Jedes Jahr verrottet und setzt sich das organische Material ab, und Sie füllen einfach neuen Kompost auf. Diese Methode versorgt die Pflanzen über mehrere Jahre mit Nährstoffen und macht häufiges Düngen überflüssig.

Natürlich ist auch die Wahl der richtigen Sorten entscheidend. Deutschland hat ein unbeständiges Klima: kalte Nächte und wenig Sonne in vielen Regionen. Greifen Sie zu regionalen Sorten, die speziell für die lokalen Bedingungen gezüchtet wurden – sie sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und benötigen weniger Pflege. Besuchen Sie lokale Saatgutbörsen, wo erfahrene Gärtner gerne Samen ihrer besten, an Ihre Region angepassten Sorten weitergeben. Versuchen Sie, Mangold, Pastinaken und Rosenkohl anzubauen. Diese Gemüsesorten sind in Deutschland beliebt – sie benötigen wenig Pflege, liefern regelmäßig Ernte und lassen sich gut überwintern. Seien Sie bei Tomaten vorsichtig: Pflanzen Sie im Freien nur frühe Hybriden und verwenden Sie unbedingt ein Gewächshaus oder Folie für unbestimmte Sorten.

Ein Garten kann Freude bereiten, ohne lästig zu sein – man muss sich nur mit der Natur anfreunden, anstatt gegen sie anzukämpfen.

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