Lebensmittelverschwendung vermeiden: Wie Sie Lebensmittelverschwendung reduzieren und die Umwelt schonen

Von: Constanze Preuß

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Der zweite wichtige Grundsatz ist die richtige Lagerung. Viele Lebensmittel verderben vorzeitig, einfach weil wir nicht wissen, wie man sie richtig im Kühlschrank aufbewahrt. In Deutschland haben Kühlschränke oft Frischezonen (0 °C) für Fleisch und Fisch, mittlere Fächer für Milchprodukte und untere Schubladen für Gemüse – doch oft landet alles durcheinander. Beachten Sie die Anweisungen Ihres Kühlschranks: Gurken und Tomaten mögen keine Kälte und sollten am besten außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt werden, während Blattgemüse wie ein Blumenstrauß in einem Glas Wasser gelagert werden sollte. Brot ist in Deutschland zwar köstlich, wird aber schnell altbacken; bewahren Sie es daher in einem Brotkasten aus Keramik oder Holz auf, nicht in einer Plastiktüte. Verwenden Sie luftdichte Behälter für Essensreste: Sie verlängern die Haltbarkeit um mehrere Tage und ermöglichen es Ihnen, den Überblick über Ihre Vorräte zu behalten, anstatt Lebensmittel im hinteren Teil des Regals zu verlieren.

Das Verständnis von Mindesthaltbarkeitsdaten ist ein eigenes Thema. In Deutschland wird zwischen dem „Mindesthaltbarkeitsdatum“ (MHD) – dem Datum, nach dem ein Produkt nicht unbedingt gesundheitsschädlich wird, sondern lediglich an Geschmack oder Konsistenz verliert – und dem „Verbrauchsdatum“ unterschieden. Letzteres ist insbesondere für leicht verderbliche Lebensmittel (Fisch, Fleisch) entscheidend. Viele Deutsche werfen Joghurt oder Quark am Tag nach Ablauf des MHD weg, obwohl diese Produkte noch eine Woche lang genießbar sind. Lerne, deinen Sinnen zu vertrauen: Schau es dir an, rieche daran, probiere ein kleines Stück – sieht das Produkt normal aus, ist es wahrscheinlich unbedenklich. Supermärkte verkaufen oft Produkte kurz vor dem Verfallsdatum reduziert – eine tolle Möglichkeit, Geld zu sparen und Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, wenn du sie in den nächsten Tagen essen möchtest.

Die kreative Resteverwertung ist eine Kunst, die unsere Großmütter beherrschten, die wir aber fast vergessen haben. Kartoffeln vom Vortag werden zu Kartoffelpuffern oder Aufläufen verarbeitet, altes Brot zu Croutons oder Suppeneinlagen und gekochtes Gemüse zu Kuchenfüllung. Deutschland hat viele traditionelle Gerichte, die sich perfekt für die Resteverwertung eignen: zum Beispiel Eierkuchen mit Hackfleischfüllung oder Brotknödel. Bewahre einen speziellen Behälter für Reste im Kühlschrank auf – darin kannst du Gemüsereste, Kräuter und Knochen sammeln und daraus eine schmackhafte Brühe kochen. Das ist nicht nur lecker, sondern auch umweltfreundlich – Sie verwenden jedes Teil des Produkts, anstatt es in einem biologisch abbaubaren Behälter wegzuwerfen. Probieren Sie es aus und Sie werden staunen, wie viele neue Gerichte Sie aus vermeintlichem „Müll“ zaubern können.

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