Jenseits von Plastik: Bewusster Konsum und Abfallmanagement im Alltag

Von: Constanze Preuß

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Das Badezimmer ist oft noch plastikreicher als die Küche: Shampoos, Duschgels, Zahnpasta und Peelings. Der Umstieg auf feste Shampoos und Duschgels ist ein einfacher und effektiver Schritt. Sie sind kompakt, halten monatelang und benötigen keine Plastikflasche. Zahnbürsten lassen sich durch Bambuszahnbürsten ersetzen, Zahnpasta durch Fluoridtabletten im Glas oder einfach durch ein Pulver aus Natron und Pfefferminzöl. In Deutschland wächst die Auswahl solcher Produkte in Bio-Kosmetikgeschäften wie Alnatura oder Denns jährlich, und die Preise werden immer wettbewerbsfähiger. Wichtig ist, den Umstieg nicht abrupt zu gestalten: Wenn Ihre alte Shampoo-Tube leer ist, kaufen Sie eine feste und ersetzen Sie nach und nach alle Ihre Produkte.

Kleidung ist eine unsichtbare Plastikverschmutzung. Synthetische Stoffe (Polyester, Nylon, Acryl) setzen beim Waschen Mikroplastik frei, das in Flüssen und Meeren landet. Greifen Sie zu Naturfasern: Baumwolle (am besten Bio), Leinen, Wolle und Bambusviskose. In Deutschland gibt es viele Marken, die Kleidung aus recycelten Materialien herstellen oder Fairtrade- und GOS-zertifiziert sind. Man muss nicht unbedingt neue Kleidung kaufen: Plattformen wie Vinted oder Kleinanzeigen bieten eine große Auswahl an hochwertiger Secondhand-Kleidung, deren Herstellung ressourcenschonend ist. Und natürlich sollte man seltener und bei niedrigeren Temperaturen (30 °C) waschen und spezielle Mikroplastik-Auffangbeutel verwenden – diese einfachen Helfer fangen bis zu 90 % der Fasern auf.

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